Biomasse-Fonds und Biogas-Fonds

Der Umweltschutz nimmt heute einen immer größeren Stellenwert ein. Auf der Suche nach alternativen Energieträgern, mit denen der CO2-Ausstoss im Vergleich zur Nutzung fossiler Energieträger wie Kohle oder Erdgas deutlich reduziert werden kann, kommen immer häufiger Biomasse und Biogas zum Einsatz. Dabei handelt es sich um organische Substanzen wie Totholz, Laub oder Stroh, die als erneuerbare Energien von der Natur in großen Mengen produziert werden.

Seit einigen Jahren werden Biomasse und Biogas daher auch verstärkt zur Produktion von Strom- oder Wärmeenergie eingesetzt. Der Nutzung der Bioenergie wird seit Einführung des Erneuerbare-Energien-Gesetz sogar staatlich gefördert, wodurch der Bau und die Nutzung von Biomasse-Kraftwerken rentabel und langfristig planbar sind.

Für den Bau eines Biomasse-Kraftwerks werden zum Teil hohe Kapitalsummen benötigt, die immer häufiger von privaten Anlegern zur Verfügung gestellt werden. Dabei wird das Geld von verschiedenen Anlegern in einem geschlossenen Fonds gebündelt, um hiermit den Bau der Biomasse-Anlagen zu finanzieren. Da Anleger genau nachvollziehen können, wie das Kapital investiert wird, eignen sich derartige Anlagen daher vor allem für Sparer, die eine ökologische Beimischung im Portfolio wünschen und Wert auf ökologische Investments legen.

Der Fonds arbeitet häufig in Form der GmbH & Co. KG, wobei die Anleger als Kommanditisten zu einem Teil der Gesellschaft werden und somit auch von den Erträgen der Biomasse-Anlage profitieren. Die Gesellschaft kümmert sich nach dem Bau um die Bewirtschaftung der Anlage und um die Einspeisung der gewonnenen Energie in die öffentlichen Netze. Die Einspeisungsvergütung, die nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz für viele Jahre garantiert ist, steht dann den Anlegern als Ertrag aus dem Fonds zur Verfügung. Lediglich die Verwaltungsvergütung wird vom Ertrag abgerechnet. Durchschnittlich kann dabei eine Rendite von ca. 10% p.a. erzielt werden, die jährlich an die Anleger ausgeschüttet wird. Die detaillierten Renditeprognosen können Anleger im Verkaufsprospekt nachlesen.

Da Biomasse-Fonds und Biogasfonds als geschlossene Fonds konzipiert sind, ist die Anlage nur während der Zeichnungsphase möglich. Die Laufzeit derartiger Fonds beträgt rund 15 Jahre, zum Ende der Laufzeit wird das Kraftwerk dann verkauft. Dieser Verkaufserlös kommt dann wiederum den Anlegern als Ertrag zugute. Ein eventuell vorzeitiger Verkauf der Fondsanteile durch den Anleger ist ebenfalls möglich, und zwar über den Zweitmarkt für geschlossene Fonds, auf dem Biomasse- und Biogasfonds ebenfalls begehrt sind.